Das österreichische Weinbaugebiet Wachau

Von Daniel Tangerner
Weinregion Wachau

Die Alpenrepublik Österreich ist ein eher unbekanntes Weinland und steht im Schatten der großen Brüder wie Italien, Spanien oder Deutschland. Doch in letzter Zeit werden österreichische Weine international immer beliebter und überzeugen mit einem einzigartigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Heute möchten wir Ihnen das Weinbaugebiet Wachau vorstellen, welches eine Fahrtstunde von Wien, der Hauptstadt Österreichs, entfernt liegt und, in märchenhafte Landschaften und Weinberge eingebettet, als UNESCO Weltkulturerbe anerkannt wurde.

Weinregion Wachau

Das Tal, welches die Städte Krems und Melk voneinander trennt, ist 33 Kilometer lang und hebt sich vor allem durch seine Kulturdenkmäler, die zahlreiche Schlösser und Klöster umfassen, hervor. Der Weinbau in diesem namhaften Weinland, das unserer Kenntnis bisher vielleicht noch verborgen geblieben war, ist bereits auf die Römerzeit zurückzuführen, obgleich seine Blütezeit im 9. Jahrhundert angesiedelt war, als die Karolinger an Macht und Bedeutung verloren. Die Wachauer Weinberge breiten sich über 1.350 Hektar Land aus und liegen nahe des berühmten Benediktinerklosters Stift Melk, denn seinerzeit waren es die Mönche, die sich der Weinherstellung widmeten.

Weine aus dem Weinbaugebiet Wachau 

Trotz des Coronavirus ist das Jahr 2020 ein wichtiges Jahr für die Wachau. Ab dem Jahrgang 2020 dürfen die Weine dieser Region als Wachau DAC deklariert werden. DAC bedeutet Districtus Austriae Controllatus und ist eine Herkunftsbezeichnung für gebietstypische Qualitätsweine aus Österreich. Die Rebsorten für des Weinbaugebietes Wachau DAC dürfen ausschließlich per Hand gelesen werden.

Auf einer Fläche von 1.344 Hektar werden hier vor allem die Rebsorten Grüner Veltliner, Riesling gepflanzt, und ist bekannt für Weißweine, stellt aber auch feurige Rotweine und fruchtige Roséweine her. Die Weissweine der Weinregion Wachau werden seit Mitte der 1980er-Jahre nach dem natürlichen Alkoholgehalt in drei Kategorien eingestuft: Steinfeder, Federspiel und Smaragd. Im Allgemeinen handelt es sich dabei um trockenen Weißwein, welchem kein Zucker hinzugefügt wird.

Die für die Weinherstellung verwendeten Rebsorten sind überwiegend Riesling und Grüner Veltliner, der auch in einigen kleineren mitteleuropäischen Regionen, wie etwa in Tschechien, in der Slowakei oder in Ungarn angebaut wird. Aber auch andere Traubensorten haben hier ihre Heimat gefunden, wie etwa die Neuburger, der Gelbe Muskatteller, die Weissburgunder oder der Rote Traminer.

Na, haben Sie Lust bekommen auf einen guten Tropfen aus der Wachau? Hier haben wir zwei Wein-Empfehlungen für Sie:

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Domäne Wachau Grüner Veltliner Federspiel Terrassen 2019

Mit einem Alkoholgehalt von 12% handelt es sich um einen fruchtig frischen Wein aus der Wachau

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