Die Bedeutung der Biodiversität im Weinberg

Von Karin Mosca
Biodiversität im Weinberg

Biodiversität, die [Bio-di-ver-si-tät] – Vielfalt der biologischen Arten, der genetischen Variation sowie der Ökosysteme.
Quelle: DWDS

Biodiversität sollte nicht nur als eine Modeerscheinung gesehen werden: Im Weinbau stellt die Biodiversität einen wesentlichen Aspekt für die Aufwertung der verschiedenen Anbaugebiete und für die Nachhaltigkeit der Weinproduktion dar.

Warum ist Biodiversität im Weinberg wichtig?

Das Ökosystem Weinberg setzt sich aus allen Lebensformen zusammen, die es bewohnen, seien es Pflanzen, Tiere oder Mikroorganismen. All diese Lebensformen sind fähig, ein echtes Gleichgewicht innerhalb der von ihnen bewohnten Umgebung zu schaffen und können sich schnell an Umweltveränderungen anpassen.

Es ist offensichtlich, dass die biologische Vielfalt ein grundlegendes Element für die Widerstandsfähigkeit des Weinbergs ist. Die Bevorzugung von autochthonen Rebsorten gegenüber der Einführung von allochthonen bedeutet, dass der Weinberg weniger stark auf Veränderungen reagiert, ohne sein inneres Gleichgewicht verändern zu müssen.

Wie wird die Biodiversität verändert?

Die Beantwortung dieser Frage ist eigentlich recht einfach. Denken Sie z.B. an die Anbaupraktiken, die Bewässerung, den Einsatz von Landmaschinen, die Mittel zur Bekämpfung von Parasiten, die Art der Düngung, das Entfernen von Hecken und Gehölzen zugunsten der Vergrößerung der Anbaufläche, etc. All dies verändert unweigerlich das Gleichgewicht des Öko-Systems im Weinberg.

Alcune pratiche per favorire la biodiversità nel vigneto - Drinks&Co

Was kann zur Verbesserung der Biodiversität getan werden?

Es stellt sich also die Frage, wie wir kultivieren und gleichzeitig die Artenvielfalt fördern können. Einige der in diesem Sinne nützlichen Praktiken mit geringer Umweltbelastung sind:

  • Die Anpflanzung von Sträuchern und Obstbäumen im Weinberg lockt Schmetterlinge und Insekten, aber auch Vögel und andere Tiergruppen an.
  • Pflanzen Sie zwischen den Reben Hecken, um natürliche Barrieren gegen die Ausbreitung von Schadpilzen zu schaffen.
  • Legen Sie Stein- und Holzhaufen im Weinberg an, um Höhlen für Reptilien und Insekten zu schaffen und Niststrukturen für Bienen und Raubvögel zu bieten. Letztere helfen bei der Nagetierbekämpfung.
  • Jäten, d. h. die kontrollierte Entwicklung einer Grasdecke, um die Ausbreitung von Unkraut zu verhindern.
  • Mulchen, d. h. Abdecken des Bodens mit organischen oder synthetischen Materialien, um das Unkrautwachstum zu kontrollieren, die Feuchtigkeit im Boden zu erhalten, den Boden vor Erosion zu schützen und die Temperatur zu mindern.
  • Regelmäßiges Neupflanzen wird empfohlen, um das völlige Ausreißen alter Reben zu vermeiden. Die jungen Reben werden dann auf bestehende Wurzelstrukturen aufgepfropft, wodurch eine genetische Vielfalt entsteht, die die Wahrscheinlichkeit einer Infektion durch Parasiten verringert.

Außerdem ist es wichtig, das Niveau der Biodiversität innerhalb des Weinbergs ständig zu überwachen, und zwar auf folgende Weise:

  • Überprüfen Sie das Vorhandensein von Regenwürmern und anderen Organismen im Boden, die gute Indikatoren für die Bodenqualität sind und für die Fruchtbarkeit des Bodens verantwortlich sind.
  • Bewerten Sie die Art der vorhandenen Insekten, Raubtiere und Schmetterlinge.
  • Bewerten Sie die Eigenschaften des Bodens und der im Weinberg vorhandenen Pflanzen.

Einen Kommentar hinterlassen