Reflexion über den ethischen Konsum von Wein

Von Katharina Raum

Das „ethische Konsumverhalten“ ist eine Bewegung, die bei den Verbrauchern zunehmend an Bedeutung gewinnt. Der Grundgedanke hinter dieser neuen Art des Konsums ist der, beim Kauf eines Produktes stets die Auswirkungen auf die Umwelt im Auge zu behalten, und natürlich entsprechend zu agieren. Es handelt sich dabei um keine Modeerscheinung, sondern vielmehr um eine Zukunftsvision, welche die Welt des Weins mit unaufhaltsamer Kraft erreicht hat.

Die „Weinaktivisten“

Laut der nordamerikanischen Agentur Bloomberg haben die Weinaktivisten einen neuen Weg geebnet; für Wein, der als „hochwertig“ definiert werden sollte. Und das nicht nur in Bezug auf seinen Geschmack, sondern auch im Hinblick auf die Qualität des Herstellungsprozesses, in dessen Rahmen dem Umweltschutz eine hohe Bedeutung beigemessen wird.

Einfach ausgedrückt handelt es sich um Wein, der in Kellereien hergestellt wird, die Teil einer  „globalen Unternehmensbewegung“ sind, „welche sich für soziale, ökologische und ethische Geschäftspraktiken einsetzt“.  Zumindest erklärt dies Rob Symington, in dessen Familienbesitz sich das portugiesische Weinunternehmen Symington Family Estates befindet. Seit dem vergangenen Sommer können auch sie das „B Corporation-Siegel“ vorweisen; eine Zertifizierung, die verantwortliches Handeln im Sinne der oben genannten Werte belegt.

Geht Ihnen der Gedanke: „eine kurzlebige Mode“ durch den Kopf? Keinesfalls! Es handelt sich hierbei um eine echte Revolution im Weinsektor, die als Nischengeschäft begann und mittlerweile Verbreitung auf globaler Ebene gefunden hat. Die Erderwärmung und der Gletscherschwund scheinen unaufhaltbar und nicht zuletzt deswegen streben immer mehr Menschen danach, ethische und nachhaltige Produkte von Unternehmern zu kaufen, die Gewinn und positive Wirkung ausbalancieren.

Der Beweis in Zahlen: Eine kürzlich durchgeführte Unilever-Studie zeigt, dass die auf nachhaltige Entwicklung ausgerichteten Marken um 69% schneller wachsen als jene, die auf konventionelle Produktion setzen. Eine weitere Nielsen-Umfrage aus dem Jahre 2015, die unter 30.000 Verbrauchern aus 60 Ländern durchgeführt wurde, ergab, dass 66% der Befragten durchaus Bereitschaft zeigen, mehr Geld für ethisch erzeugte Produkte auszugeben.

Die Welt retten

„Ethischer Konsum“ ist unbestritten von größter Bedeutung. Er lässt sich aber gleichzeitig auch gut verkaufen: ein wahrer Goldesel.

Wussten Sie, dass einige Winzer einen Teil ihrer Gewinne für wohltätige Zwecke spenden? So wurden zum Beispiel von den Verkaufserträgen des „Dreaming Tree“-Weins des Musikers und Emmy-Award-Gewinners, Dave Matthews, mehr als 1,5 Millionen US-Dollar an Umweltorganisationen wie die Wilderness Society gespendet.

Das Umdenken erfolgt gleichermaßen im Weinsektor, wie auch in anderen Branchen. Der Klimawandel und die durch den Weinanbau verursachten Auswirkungen auf die Umwelt sind ernstzunehmende Themen geworden. Wenn Sie das nächste Mal ein Glas Chardonnay trinken, denken Sie daran, dass auch Sie Ihren Beitrag leisten können. Man wähle mit Bedacht.

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Campo Bio Blanco Organic 2018

Campo Bio Blanco Organic 2018 ist ein fruchtiger und frischer Bio-Wein aus Spanien

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