Saint Patrick’s Day: Ein Stück Geschichte der irischen Tradition

Von Natalia Henning
Bar Dublin St. Patrick's Day

Bar Dublin St. Patrick's Day

„Von dreiblättrigen Kleeblättern, orangefarbenen Bärten und Whiskey“

„Wherever you go, whatever you do, may the luck of the Irish be there with you!”. Wohin Du auch gehst, was auch immer Du tust, möge das Glück der Iren Dich begleiten!

Am 17. März ist es wieder soweit: In vielen Ländern der Erde feiern die Menschen Saint Patrick’s Day, den irischen Nationalfeiertag und den Tag des Schutzpatrons der Smaragdinsel.

Für die Iren ist der Saint Patrick’s Day der ultimative Feiertag, an dem sich alles um Kobolde, das Irisch Folk und das dreiblättrige Kleeblatt dreht. Die ganze Welt färbt sich grün und von München bis Chicago wird dieser Tag in vielen Bars und auf den Straßen gefeiert. Natürlich möchten auch wir an diesem irischen Spirit teilhaben und ein wenig von der tollen Feierlaune zu Ihnen bringen, denn irgendwie fühlt man sich zu dieser Zeit besonders mit der irischen Kultur verbunden. Aber woher kommen diese Traditionen und wie feiern wir sie heute?

Wer war Saint Patrick?

Eine der bemerkenswertesten Fakten über Saint Patrick, den Schutzpatron Irlands, ist wahrscheinlich, dass er ursprünglich gar nicht so hieß. Der irischen Legende nach, war sein Originalname Maewyn Succat, den er aber in Patricius änderte, nachdem er zum Priester wurde. Historischen Fakten zufolge, wurde er im 4. Jahrhundert im römischen Britannien geboren und im Alter von 16 Jahren von Piraten entführt, die ihn als Sklaven nach Irland verkauften. Während dieser Zeit, lernte er unter Anderem die keltische Sprache.

Einige Jahre später entkam er und kehrte nach Großbritannien zurück, wo er zum Bischof ernannt wurde. 432 kehrte er als Missionar nach Irland zurück und wurde dafür bekannt, dass er durch die von ihm gegründeten Mönchsorden das Lesen und Schreiben in Irland verbreitete.

Zudem beeinflusste er die irische Gesetzgebung und Kultur zugunsten von Frauen, Armen und Sklaven und führte die heidnischen irischen Kelten und das Land in das Christentum ein.

Die wohl bekannteste Legende über Saint Patrick besagt, dass er die Heilige Dreifaltigkeit (Vater, Sohn und Heiliger Geist) anhand der drei Blätter eines in Irland heimischen Kleeblatts erklärte. Er wurde der berühmteste christliche Missionar des Landes.

In den Jahrhunderten nach Patricks Tod prägte die Mythologie rund um sein Leben die irische Kultur. Das Fest wird seit über 1.500 Jahren am 17. März als religiöser Feiertag zelebriert.

Quelle: MISSOURI HISTORY MUSEUM, WIKIMEDIA COMMONS PUBLIC DOMAIN

Ursprünge der Saint Patrick’s Day-Parade

Die erste offizielle Parade zum Saint Patrick’s Day fand tatsächlich nicht in Irland, sondern in Amerika statt. Es gibt drei Orte in den Vereinigten Staaten, die der ersten Parade zum Saint Patrick’s Day in Irland, die 1903 in Waterford stattfand, vorausgehen: Florida, Boston und New York.

Laut dem Historiker Dr. J. Michael Francis fand die älteste Saint Patrick’s Day Parade der Welt im März 1601 in St. Augustine, Florida, statt. Bereits 1600, ein Jahr vor der Parade, wurde ein Frühlingsfest gefeiert, bei dem auch der Saint Patrick’s Day gewürdigt wurde. Doch erst 1601 versammelten sich die Einwohner von St. Augustine und gingen durch die Straßen der Stadt, um den Heiligen zu ehren, der in jenen Jahren als offizieller „Beschützer“ der Kornfelder der Stadt galt. Die Saint Patrick’s Day-Parade in St. Augustine mag die älteste der Welt sein, aber Boston und New York sind die Städte, in denen die Parade am längsten besteht.

Boston gilt als Schauplatz der ersten Saint Patrick’s Day-Feier, allerdings nicht der ersten Parade. Am 17. März 1737 versammelte sich die irische Gemeinde Bostons als Zeichen der Solidarität unter den neuen irischen Einwanderern der Stadt, um ihr Heimatland zu feiern und das Andenken an Irlands Schutzpatron zu ehren.

Die erste Parade in New York fand am 15. März 1762 auf dem Bowling Green in Lower Manhattan statt. Davor war der Saint  Patrick’s Day ein katholischer Festtag, der nur in Form einer besonderen Messe gefeiert wurde. Aus Liebe zu ihrer Heimat, paradierten jedoch irische Soldaten der britischen Armee zu Ehren ihres Schutzpatrons auf dem Bowling Green. Heute ist die Saint Patrick’s Day Parade in New York City eine der größten der Welt. Seit 1762 marschieren rund 250.000 Teilnehmer zu Fuß die 5th Avenue entlang – Wagen, Autos oder andere moderne Elemente sind nach wie vor nicht erlaubt.

Saint Patrick’s Day in Irland

Der Saint Patrick’s Day ist dank der Bemühungen der Gaelic League (Conradh na Gaeilge) zu einem ehrwürdigen Feiertag geworden. Die Liga wurde 1893 von Eoin MacNeill gegründet, um die Verwendung des Irischen im Alltag zu fördern und der fortschreitenden Anglisierung des Landes entgegenzuwirken. Sie wurde mit dem Ziel gegründet, sich gemeinsam für die Wiederbelebung der gälischen Sprache (Athbheochan na Gaeilge) einzusetzen, um das Interesse an der irischen Sprache und Kultur auf nationaler Ebene wiederzubeleben.

Obwohl der Saint Patrick’s Day in Irland bereits seit dem 9. Jahrhundert gefeiert wurde, war er noch kein gesetzlicher Feiertag, was zu einer wichtigen Initiative der Liga wurde. 1903 wurde er in Irland zum offiziellen Feiertag ernannt. In diesem Jahr organisierte die Gaelic League die erste Parade zum Saint Patrick’s Day in Waterford.

Kleeblatt

Während früher die Menschen den 17. März feierten, indem sie Gottesdienste besuchten und Kleeblätter trugen, fanden nun im ganzen Land Paraden und Umzüge statt. Die ganze Woche wurde auch zur „Woche der irischen Sprache“ erklärt und aus diesem Anlass wurden traditionelle Tänze und Konzerte organisiert.

Dies ist wahrscheinlich die Essenz dessen, was die heutige Parade ausmacht. Der Saint Patrick’s Day, wie man ihn heute kennt, hat sich in Dublin erst Mitte der 1990er Jahre etabliert. 1996 wurde der Tag offiziell in ein Festival umgewandelt (das neben der Parade weitere Aktivitäten umfasst). Im Laufe der Zeit hat sich dieser Tag zu einem Fest der irischen Kultur im Allgemeinen entwickelt.

Der Saint Patrick’s Day wird in Grün gefeiert

Ursprünglich stand die Farbe Blau eng mit Saint Patrick in Verbindung. Doch im Laufe der Zeit wurde Grün zur repräsentativen Farbe des Feiertages und steht heute für das Fest der „Smaragdinsel“.

Im Laufe der Zeit wurde dieser Gedenktag zu einem wichtigen Fest und Ausdruck der irischen Identität. Die Feierlichkeiten und Paraden zum Saint Patrick’s Day finden heutzutage hauptsächlich in den Vereinigten Staaten und Großbritannien, sowie in Nordirland, auf der Karibikinsel Montserrat und in den kanadischen Provinzen Neufundland und Labrador statt. Die eindrucksvollste Parade Deutschlands zieht jedes Jahr durch München. Zu Ehren des Saint Patrick’s Day werden Häuser und Straßen in den Nationalfarben Grün, Weiß und Orange geschmückt. Auch Chicago ist vom grünen Fieber angesteckt: Hier feiern die Einwohner seit 1962 den Saint Patrick’s Day, indem sie den berühmten Chicago River grün färben.

Denkmäler und sogar Flüsse leuchten grün und viele Menschen tragen ein Kleeblatt, das Symbol Irlands, auf ihrer Kleidung oder im Gesicht. Die typische Kleidung für den Saint Patrick’s Day besteht aus einem grünen Anzug, einem orangefarbenen Bart und einem Zylinder. 

Fünf Tage lang wird dieser besondere Tag in Irland mit zahlreichen Veranstaltungen im ganzen Land gebührend gefeiert. Von Open-Air-Konzerten über Straßentheater und Feuerwerk bis hin zur beliebten Saint Patrick’s-Day Parade sowie einer Reihe von Aktivitäten rund um Kultur, Musik, Gesang und Tanz.

Auf gutes Glück will angestoßen werden! Stöbern Sie in unserer Drinks&Co Whisky-Kollektion und finden Sie Ihren Favoriten! Denn es ist wohl bekannt, dass insbesondere zum irischen Feiertag Saint Patrick’s Day ein gutes Glas Irish Whiskey nicht fehlen darf… Na dann Sláinte!

Artikel, die Sie auch interessieren könnten

Einen Kommentar hinterlassen