Weinlese in Deutschland

Von Daniel Tangerner
Weinlese

Herbst ist Weinlesezeit in Deutschland. Die Weinlese beginnt etwa Mitte September und kann bis Anfang November dauern. Es handelt sich um die wichtigste Zeit des Jahres für Winzer und Winzerinnen. Während der Weinlese werden die besten Trauben von Weingütern manuell oder maschinell geerntet und zu einzigartigen Weinen verarbeitet. Es sind aufregende Tage, an denen die Mühen sowie die Höhen und Tiefen eines Jahres durch die Ernte belohnt werden.

In unserem Artikel können Sie mehr über dieses wichtige Ereignis für Weinbauern erfahren. 

Rebsorte ist nicht gleich Rebsorte

Jede Rebsorte hat einen eigenen Reifezeitpunkt. Die Weinlese beginnt in Deutschland in der Regel mit der beliebten Weißwein-Sorte Müller-Thurgau, die schon zwischen Anfang bis Mitte September reif ist. Darauf folgen die Rebsorten Dornfelder, Grauburgunder, Chardonnay und Spätburgunder. Ein Spätstarter ist Deutschlands beliebteste Rebsorte der Riesling, der erst Mitte Oktober geerntet werden kann.

Eine Ausnahme bildet der in Mitteleuropa so beliebte Eiswein, der nur im Dezember oder Januar bei besonders niedrigen Temperaturen geerntet wird, um einen hoch konzentrierten, süßen Wein herstellen zu können. Einen ausführlichen Artikel über das Thema Eiswein finden Sie hier.

Außerdem hat jeder Weintyp einen anderen Erntezeitpunkt. Schaumweine benötigen viel Säure, daher werden die Rebsorten für Champagner, Sekt etc. früher gelesen als jene für Stillweine. Süß- oder Dessert-Weine brauchen für einen hervorragenden Geschmack einen hohen Zuckerwert, deswegen kommt hier nur eine Spätlese infrage, umso länger die Rebsorten reifen, desto süßer werden sie.

Maschinelle oder manuelle Weinlese? Das ist hier die Frage

Die maschinelle Weinlese ist in der Weinindustrie relativ neu. Sie erschien erstmals 1971 in den USA und verbreitete sich dann 1975 auf dem europäischen Kontinent.  Eine maschinelle Ernte hat einen ganz klaren Vorteil für Winzer und Winzerinnen: Man spart Zeit und Geld. Die maschinelle Weinlese wird mithilfe  von perfektionierten Maschinen, die Vollernter genannt werden, durchgeführt.  Die Maschine bewegt sich auf den ausgerichteten Weinreben hinweg. 

Der Nachteil? Bei diesem Verfahren geraten auch Laub und kleine Äste ins Lesegut, die durch ein Gebläse zum Großteil wieder entfernt werden – aber eben nicht alles. Bei diesem Verfahren findet keine präzise Auswahl der Trauben statt, deswegen kann die endgültige Qualität der Weine negativ beeinflusst werden. 

Bei der manuellen Weinlese, auch traditionelle Weinlese genannt, wird jede Traube einzeln gepflückt was zu einer besseren Qualität des Weines führt, da die Früchte beim Lesen nicht sorgfältiger behandelt werden und außerdem können  faule oder  minderwertige Beeren ausgeschlossen werden. 

Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen

Nach harter Arbeit, kommt das Vergnügen. Wussten Sie, dass das größte Weinfest der Welt in Deutschland stattfindet? 

Der Dürkheimer Wurstmarkt ist ein Volksfest in der Weinregion Pfalz an der weltweit bekannten Deutschen Weinstraße. Dieses wichtige Fest wurde erstmals im Jahr 1417 veranstaltete und findet alljährlich am zweiten und dritten Septemberwochenende statt. Es gilt mit über 600.000 Besuchern als das größte Weinfest der Welt und es können Weine aus verschiedenen bekannten Weinregionen probiert werden.

Zum Abschluss möchten Wir Ihnen noch einige einzigartige deutsche Weine empfehlen, die unseren Gaumen erobern konnten:

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Der Dr. Koehler Grauburgunder Kaisermantel Trocken 2019 ist das Ergebnis aus Expertise und Talent des Winzers.

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